Wohnanlage Fichtenweg (48 WE)

Über dieses Projekt

Wettbewerb (2. Preis)

 

Städtebauliche Einbindung (§ 34 Bauordnung NRW)

Der Neubau des Wohngebäudes nimmt die vorhandene Gebäudekante des Nachbargebäudes auf. Die in der Umgebung vorhandene Geschossigkeit und Dachform wird im Neubau übernommen.

Die in der unmittelbaren Umgebung aufzufindenden Zeilenwohnbauten aus den 50er und 60er Jahren werden auf die Anforderungen eines neuen Wohngebäudes übertragen und neu interpretiert.

 

Raumprogramm

In dem Gebäude sind unterschiedliche Wohnungsgrößen umgesetzt. In einer Standard-Grundrissvariante ist ein 3-Spännersystem mit 2-, 3-, 4—Zimmerwohnungen mit 62, 80 und 99 qm eingeplant. Alle Wohnungen sind mit Balkon ausgestattet und haben barrierefreie Bäder. Die vorhandene, flexible Flurzone ermöglicht darüber hinaus mit einem minimalen Eingriff unterschiedliche Wohnformen:

Altengerechte Wohngruppen, Studentenwohnungen, Loft-Wohnungen, Großfamilien-Wohnungen.

 

Die vorgenannten weiteren Wohnformen können sowohl bei der Erstumsetzung oder langfristig bei veränderten Anforderungen, z.B. Alterung der Gesellschaft, mit sehr geringem Aufwand umgerüstet werden.

 

Baukonstruktion / Gestaltung

Leitgedanke bei der Ausführung ist eine dauerhafte und wartungsarme, jedoch im Ausbau flexible Ausführung. Auf komplizierte Technik und Details wird zu Gunsten einer soliden Bauweise verzichtet. Das Gebäude ist in Massivbauweise geplant, Außenwände als Vollmauerwerk in Ziegel, hoch wärmegedämmt. Decken und Stützen in recyceltem Stahlbeton. Nichttragende Wände werden in Trockenbauweise erstellt. Der Dachstuhl wird in konventioneller Holzbauweise mit Ziegeldeckung ausgeführt. Die Fassade wird mit einem traditionellen Putzsystem aus Unter- und Oberputz ausgerüstet. Die Putzoberflächen werden in unterschiedlichen Kornstrukturen gemäß Ansichtszeichnungen ausgeführt. Die Fenster werden von einem abgesetzten Faschenelement eingefasst. Die 3 geplanten Baukörper mit ihren separaten Eingängen werden farblich unterschiedlich ausgebildet, um die individuelle Adressbildung zu verstärken. Die Fenster können sowohl als Kunststofffenster oder Fenster in Holzausführung sowie Aluminiumfenster nach Bauherrenwunsch hergestellt werden.

Beim Innenausbau wird das Hauptaugenmerk auf einen wohnlichen und warmen Charakter gelegt. Es werden natürliche, schadstofffreie Materialien verwendet.

 

Energiekonzept

Das Gebäude wird in Abstimmung mit einem Haustechniker gemäß den aktuellen Vorschriften für einen dauerhaft wirtschaftlichen Betrieb ausgerüstet. Möglich wären hier unter anderem die Errichtung einer Wärmepumpenanlage und Beheizung über Flächenheizung (z.B. Fußbodenheizung). Alternative Unterstützung mit Hilfe einer solarthermischen Anlage sollte geprüft werden. Aufgrund der Anforderungen der Be- und Entlüftung kann eine Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut werden.

 

Tiefgarage

Die Gebäude sind vollständig unterkellert. Im rückwärtigen Teil wird eine Tiefgarage errichtet. Insgesamt werden alle Stellplätze unterirdisch angeordnet. Die Tiefgarage ist als Mittelgarage geplant. Die Querlüftung erfolgt über die geforderten Öffnungsquerschnitte. Oberhalb der Tiefgarage wird ein Gründach ausgebildet, um Mietergärten anzulegen.

 

Realisierbarkeit in Bauabschnitten

Aufgrund der 3-teiligen Gebäudestruktur ist eine Realisierbarkeit in zwei Bauabschnitten möglich. Für eine wirtschaftliche Umsetzung der Gesamtmaßnahme wird jedoch die Ausführung in einem Bauabschnitt empfohlen.

 

Wirtschaftliches Bauen

Um eine möglichst wirtschaftliche Umsetzung der Maßnahme zu gewährleisten, wurden folgende Parameter für ein wirtschaftliches Bauen geplant:

– Geringes Außenhüll- / Volumenverhältnis (AV-Verhältnis)

– Einfache Gebäudegrundform

– Konventionelle einfache Bauart in Massivbauweise mit Holzdachkonstruktion

– Schrägdach mit Ziegeldeckung

– Bewährte, langjährig erprobte Standarddetails (z.B. Sockel, Traufe, Balkon, Fenster)

– Außenliegende Entwässerung

– Verwendung nachhaltiger und schadstofffreier Baustoffe

– Einfaches Konstruktionsraster mit wirtschaftlichen Spannweiten.

 

Akustisches Konzept

Die akustischen Vorgaben werden nach den erhöhten Anforderungen gemäß VDI unter Berücksichtigung des vorhandenen Umgebungslärms berücksichtigt.

 

 

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Zur Homepage der gemeinnützigen Baugenossenschaft eG Siegburg:
http://www.gbg-siegburg.de

Bauherr

Gemeinützige Wohnungsbaugesellschaft Siegburg

Funktion

Wohngebäude , Tiefgarage

Bruttogeschossfläche

5100 qm

Bruttorauminhalt

15350 cbm

Projektstatus

Wettbewerb 2. Preis

Kategorie
01 Wohnen